COVID-19 und was wir dagegen tun können – Im Gespräch mit Dr. med. Armando Farmini

Dr. Armando Farmini ist niedergelassener Arzt in Salzburg. Er führt eine Wahlarztordination für Gynäkologie, Geburtshilfe und Senologie. Als Senologie bezeichnet mal die Lehre der weiblichen Brust. Er ist Experte für Bioidente Hormontherapie sowie Belegarzt in der Privatklinik Wehrle-Diakonissen Salzburg.

Vor ein paar Tagen haben wir mit Dr. Farmini über den Umgang mit dem Corona-Virus gesprochen.

Symbio-Harmonizer:

Lieber Herr Dr. Farmini, die ganze Welt leidet derzeit unter der „Corona-Krise“. Es gibt so schnell wohl keinen Impfstoff und wohl auch kein dagegen wirksame Medikamte. Was können wir gegen das virale Geschehen denn tun?

Dr. Farmini:

In der Naturheilkunde gibt es einige Substanzen und Präparate die dort gut und vielversprechend einsetzbar sind. Das heißt, 1.) wie können wir das Wachstum des Virus reduzieren und 2.) wie können wir unser Immunsystem stärken.

Symbio-Harmonizer:

Ok, wie lautet dabei Ihre Empfehlung und welche Präparate sind das?

Dr. Farmini:

Ich möchte da an erster Stelle die TCM erwähnen, also die Traditionelle Chinesische Medizin und dann noch über Lysin, Melisse und Selen sprechen.

 

In der chinesischen Medizin bin ich dabei auf vier Studien gestoßen, bei denen zwei Viren untersucht wurden: SARS und H1N1. Man hat dabei festgestellt, dass die Menschen, die diese Kräuter eingenommen haben, kein SARS entwickelten und die Inzidenz bei H1N1 deutlich reduziert war. Folgende Kräuter wurde eingesetzt: Herbs Radix astragali (Huangqi), Radix glycyrrhizae (Gancao), Radix saposhnikoviae (Fangfeng), Rhizoma Atractylodis Macrocephalae (Baizhu), Lonicerae Japonicae Flos (Jinyinhua), Fructus forsythia (Lianqiao).

Symbio-Harmonizer:

Das ist ja sehr spannend. Sie hatten auch die Melisse erwähnt. Wie genau wirkt diese?

Dr. Farmini:

Ja, genau. Melisse ist ja sehr bekannt, vor allem als Tee. Dazu gibt es aber auch Studien zu Herpes simplex und Influenza. Interessant ist, dass durch die Gabe von Melisse das Wachstum der Viren eingeschränkt wurde. Ähnlich war dies übrigens auch beim Selen. Dort wurden auch H1N1 und H9N1 Viren untersucht – mit einem ähnlichen Ergebnis.

Symbio-Harmonizer:

Sie erwähnten vorhin auch Lysin. Das kennen wir vor allem bei Herpes, oder?

Dr. Farmini:

Ja, das ist richtig. Und – bei Lysin gibt es verschiedene Studien. Eben zu Herpes simplex, verschiedene Influenzaviren, Rhinoviren und sogar auch eine zu dem Coronavirus 229E. In allen Studien hat man gesehen, dass das Lysin das Wachstum der Viren einschränkte. Der Mechanismus dahinter ist relativ einfach: Die Viren sind auf Arginin als Nährsubstrat angewiesen. Und – Lysin ist ein natürlicher Arginin-Antagonist, weil sie die gleichen Transportmechanismen benutzen. Das heißt, durch die erhöhte Zufuhr von Lysin wird eine Verknappung von Arginin erreicht. Diese sind auf Arginin als Nährsubstrat angewiesen. Lysin ist ein natürlicher Arginin-Antagonist, weil Arginin und Lysin die gleichen Transportmechanismen benutzen. Durch eine Erhöhung der Lysinzufuhr ist deshalb eine Argininverknappung zu erreichen, die zu einem Wachstumsstillstand der Herpesviren führt. Also, jedes Virus hat eine Hülle, die aus Eiweiß besteht. Das heißt, wenn für das Virus das „falsche“ Eiweiß in der Überzahl vorhanden ist – also mehr Lysin als Arginin – dann hat das Virus keine Möglichkeit diese Hülle zu bauen.

Symbio-Harmonizer:

Sie hatten vorher auch über die Stärkung des Immunsystems gesprochen. Wie machen wir das am besten?

Dr. Farmini:

In erster Linie sollten wir auf einen guten Wert bei Vitamin C und Vitamin D achten. Auch Zink ist für das Immunsystem sehr wichtig. Allerdings ist dabei wichtig, dass wir – wie bei jeder Substanz – auf die Qualität und die Dosierung achten. Beim Vitamin D sollte man täglich schon 3.000 I.E. einnehmen. Beim Vitamin C dann schon mindestens 1 Gramm pro Tag.

 

Zudem dann natürlich die Hormone. Vier sind dabei vorwiegend wichtig: Das DHEA, das T3 Schilddrüsenhormon, das Wachstumshormon und Melatonin. Wobei es dabei zu sagen gilt, dass, wenn wir das T3 erhöhen auch die Produktion des Wachstumshormons stimuliert wird.

 

Grundlegend wichtig dabei ist allerdings, dass wir nicht nur einfach ein Hormon geben, sondern auf das Gleichgewicht in der Hormonfamilie achten.

Besten Dank für dieses Gespräch!

Quellen:

SARS-COV-2.pdf